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HaLT in Stadt und Landkreis Kassel

Was ist HaLT?

HaLT ist ein Suchtpräventionsprojekt, das aus zwei unterschiedlichen Bausteinen besteht, die sich gegenseitig ergänzen und verstärken. 2003 wurde dieser Ansatz von der Villa Schöpflin in Baden -Württemberg entwickelt und wissenschaftlich begleitet.
Seit 2007 ist die Drogenhilfe Nordhessen e.V. zertifizierter Projektstandort.
Seit 2010 bietet die Jugend- und Suchtberatung – Ambulante Rehabilitation im Beratungsverbund der Drogenhilfe Nordhessen e.V. täglich Bereitschaftsdienste für das Klinikum Kassel, Kinder- und Frauenklinik (bis Nov. 2011 Kinderkrankenhaus Park Schönfeld) an.

Die 2 Bausteine von HaLT:

Reaktiv
Im reaktiven Projektbaustein werden Jugendliche nach stationär behandelter Alkoholvergiftung mit dem sogenannten „Brückengespräch“ im Krankenhaus angesprochen. Zusätzlich zu diesen Einzelberatungen für betroffene Jugendliche und ein Eltern-/ Angehörigengespräch erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem riskanten Konsumverhalten im Rahmen eines Gruppenangebotes (Risikocheck). Abgeschlossen wird die Kurzintervention durch ein Zielerreichungsgespräch.

Bei Notfällen von Alkoholintoxikation im Klinikum Kassel wenden Sie sich bitte an die:

Jugend- und Suchtberatung der
Drogenhilfe Nordhessen e.V.
Projektkoordinatorin: Barbara Beckmann (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin)
Tel: 0561/ 10 36 41
Mobil: 0177/ 311 0387 oder
Barbara.Beckmann@drogenhilfe.com

Proaktiv
Ergänzend zu diesem Ansatz im Bereich der indizierten Prävention steht eine kommunal verankerte Präventionsstrategie mit dem Ziel, Alkoholexzesse und schädlichen Alkoholkonsum im Vorfeld zu verhindern. Schlüsselbegriffe für diesen proaktiven Projektbaustein sind Verantwortung und Vorbildverhalten von Erwachsenen im Umgang mit Alkohol, die konsequente Einhaltung des Jugendschutzgesetzes an Festen, in der Gastronomie und im Einzelhandel sowie eine breite Sensibilisierung der Bevölkerung. Das bedeutet, während der reaktive Baustein die Zielgruppe der riskant Alkohol konsumierenden Jugendlichen anspricht, wendet sich der proaktive Baustein vorwiegend an Erwachsene.

Durch eine befristete Projektfinanzierung über das Hessische Sozialministerium wurde ab 2011 HaLT in weiteren 27 Gebietskörperschaften in Hessen etabliert. Es wurden Verträge mit einigen Krankenkassen geschlossen, die sich an der individuellen Finanzierung beteiligen. Die Landeskoordination übernahm die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS).
http://www.hls-online.org/index.php?option=com_content&view=article&id=409&Itemid=677

Die Projektkoordination für Stadt Kassel

Präventiver Jugendschutz
Stadt Kassel
CORNELIA STEPHAN
cornelia.stephan@kassel.de
Tel.: 0561 787 5105
http://www.serviceportal-kassel.de/cms05/dienstleistungen/031203/index.html

Die Projektkoordination für Landkreis Kassel

Landkreis Kassel, FB Jugend
Jugendbildungswerk
JUTTA HAMBROCK
Wilhelmshöher Allee 19-21
D – 34117 Kassel
Tel. 0561/1003-1572
FAX 0561/1003-1550

Standort: Kulturbahnhof-Südflügel
www.landkreiskassel.de/jugend/jbw

Projektkoordination Reaktiv

Drogenhilfe Nordhessen e.V.
Beratungsverbund
Barbara Beckmann
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Barbara.Beckmann@drogenhilfe.com

Termine für die aktuellen Risikochecks finden Sie nebenstehend.
Weitere Fragen beantworten Ihnen gerne die Projektkoordinatoren und die Mitarbeitenden im Beratungsverbund (Beratungsstellen +) der Drogenhilfe Nordhessen e.V.

Aktuelles – Weiterentwicklung – Forschung
Zur Weiterentwicklung des reaktiven Bausteins beteiligt sich die Jugend- und Suchtberatung –Ambulante Rehabilitation- an dem Forschungsprojekt RISCA.
Forschungsprojekt RISCA Start Mai 2012, ab September 2012 auch bei der Drogenhilfe Nordhessen e.V:

Die Villa Schöpflin ist Teil eines bundesweiten Forschungsnetzwerkes. Mit einer vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Befragung von alkoholintoxikierten Jugendlichen im Krankenhaus soll es gelingen, den Hilfebedarf noch besser auf die individuellen Bedürfnisse und die Lebenssituation der betroffenen Jugendlichen abzustimmen.

Da eine Alkoholvergiftung gesundheitsgefährdend und manchmal sogar lebensbedrohlich sein kann, bieten Ärzte und Sozialpädagogen seit vielen Jahren diesen Jugendlichen im Rahmen des HaLT-Projektes Unterstützung an. Um das Hilfeangebot weiter zu verbessern, werden in ganz Deutschland Hunderte von Jugendlichen in den Krankenhäusern befragt. In der Befragung geht es um ihre Stärken und ihre Risiken und um die Frage, von welcher Unterstützung sie am meisten profitieren würden.

Die Untersuchung wird von der Pädagogischen Hochschule Freiburg und dem Suchtpräventionszentrum Villa Schöpflin durchgeführt. Vertiefende Informationen zum Gesamtprojekt finden sich in der Zusammenfassung (pdf-Datei).
http://www.villa-schoepflin.de/index.php?option=com_content&view=article&id=177&Itemid=116

Die Finanzierung von HaLT in der Region Kassel ist ohne Projektfinanzierung für die Zukunft nicht abgesichert.