Diagnostik und Hilfebedarfsermittlung

Professionelle Beratung, die über eine alltägliche Beratung hinausgeht, ist eine wissenschaftlich fundierte konkrete Entwicklungs- und Lebenshilfe. Sie beginnt mit einer Klärung und Erfassung der momentanen Lebenswelt des Klienten. Von Bedeutung ist dabei das derzeitige Konsummuster und die Gefährdung von allen legalen und illegalen Stoffen und suchtbezogenen Verhaltensweisen, insbesondere von Alkohol und PC Benutzung bis zum 25. Lebensjahr und von illegalen Substanzen altersübergreifend.
Darüber hinaus erfragen wir den psychischen, sozialen und beruflichen (Schule) Werdegang des Klienten. Wir spüren Schwächen, Mängel, Stärken, Belastungen, Schicksalsschläge, Fähigkeiten zur Bewältigung und Lösungsschritte aus dem individuellen Lebensverlauf auf.

Wir sind vertraut mit verschiedenen Diagnoseverfahren und wenden Sie je nach Zielstellung, eigener Profession oder Auftrag an. Die Wichtigsten sind:

– ICD 10 internationaler medizinischer Diagnoseschlüssel nach den Standards der WHO
– PREDI (Psychosoziale Ressourcen- orientierte Diagnostik) wird in Hessischen Suchtberatungsstellen bei Opiatabhängigen zur Aufnahme in die psychosoziale Betreuung erstellt.
– IBRP (Integrierter Behandlungs-/Rehabilitationsplan) zur Beantragung spezieller Hilfen in Hessen

Die folgenden Elemente charakterisieren den Prozess der Diagnose und Hilfebedarfsermittlung und sollen den suchtfreieren Zielen des Hilfesuchenden dienlich sein:
• Kontaktaufnahme
• Erstgespräch
• Informationsbeschaffung
• Anamnese und Diagnostik
• Erstellung eines Hilfeplanes
• Beratungsgespräch, beraterische Unterstützung und Intervention
• Motivationsarbeit
• Orientierungshilfe
• Je nach Indikation Vermittlung in andere Hilfemaßnahmen.

Die Diagnostik und Hilfebedarfsermittlung beansprucht ca. fünf Einzelsitzungen.