Kurzinfo BEW

Über uns

Das Betreute Einzelwohnen besteht seit Februar 1993 und wird im Rahmen der Wiedereingliederungshilfe für seelisch Behinderte vom Landeswohlfahrtsverband mit 25 Plätzen finanziert. Es ist an den niedrigschwelligen „Nautilusverbund“ angegliedert, der zusätzlich aus einem Kontaktladen, einer Notschlafstelle und einem Arbeitsprojekt besteht.

Der Beginn des Projektes stand im unmittelbaren Zusammenhang mit einem besetzten Haus, dass dem Besitzer und den politisch Verantwortlichen große Sorgen bereitete. In Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadt Kassel, dem Jugendamt, dem Sozialamt und dem Landeswohlfahrtsverband konnte das Betreute Einzelwohnen zunächst für die Hausbesetzer mit acht Betreuungsplätzen installiert werden. Im Juli 1994 wurden vier weitere Plätze für ein Haus der Obdachlosenfürsorge, dass von Drogenabhängigen bewohnt wurde, bewilligt.

Durch die Entspannung des Wohnungsmarktes und eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Kassel, können seit Jahren alle Klienten in von ihnen angemieteten Wohnungen von vier Sozialarbeitern betreut werden.

Unser Angebot

Das Betreute Einzelwohnen bietet 25 Plätze, die von vier Mitarbeitern betreut werden. Dabei stehen 13 Stadtplätze, sechs Landkreisplätze und sechs Plätze für chronisch mehrfach geschädigte Drogenabhängige zur Verfügung.
Zielgruppe sind Drogengebraucher, die aktuell konsumieren und von Verelendung betroffen sind. Grundlage der Betreuung ist ein akzeptierender Ansatz, bei dem der Klient die Ziele formuliert.

Folgende Hilfsangebote können in Anspruch genommen werden:

Unterstützung bei der Wohnraumbeschaffung und
Wohnraumsicherung
Unterstützung bei der Regelung der Finanzsituation
Unterstützung bei der Regelung von Ämterangelegenheiten
Vermittlungen in Krankenhäuser, zu Ärzten oder in die Entgiftung
Schuldenregulierung
Kontoführung
Verarbeitende Gespräche bis hin zu Kriseninterventionen
Beziehungsklärungen zu Lebenspartnern, Eltern oder Kindern
Vermittlungen zu Beratungsstellen, Substitutionsplätzen
oder in Therapien
Unterstützung bei der Alltagsbewältigung
Entwicklung einer Zukunftsperspektive
Entwicklung einer sinnvollen Freizeitgestaltung

Unsere Zielsetzung

Erste Priorität hat die Überlebenssicherung. Mit der Beschaffung oder dem Erhalt einer Wohnung und der Motivation zu Arztbesuchen, Entgiftungsbehandlungen oder Krankenhausaufenthalten soll die fortschreitende körperliche Verelendung bei den Drogenabhängigen aufgehalten werden. Diese Maßnahmen dienen der Erhaltung oder Wiederherstellung der Menschenwürde.

Die Erfahrungen der letzten Jahr haben gezeigt, dass durch die Bearbeitung der aktuellen Problemstellungen wie Verschuldung, laufende Strafverfahren oder ungeklärte Finanzsituationen der Lebensmut der Klienten wieder steigt und oft auch ein Ausstiegswille entwickelt wird.

Letztendliches Ziel ist eine selbständige Lebensform, die mit der Reintegration in die Gesellschaft beziehungsweise mit der Vermittlung in eine Institution, in der an dieser Zielsetzung weiter gearbeitet werden kann, einhergeht.

Kontakt zu uns:

Betreutes Einzelwohnen
Erzberger Str. 45
34117 Kassel

Tel.: 0561 – 1 50 21

Der Kontakt zum Betreuten Einzelwohnen kann über den Kontaktladen „Café Nautilus“ hergestellt werden. Dort wird fünfmal pro Woche eine feste Sprechstunde angeboten. Wenn der Klient regelmäßigen Kontakt hält und so sein Interesse über einen gewissen Zeitraum bekundet, kann er den nächsten frei werdenden Platz erhalten. Es wird nicht nach Warteliste entschieden, sondern nach Dringlichkeit.

Sprechzeiten:

Harald Spitzinger (Dipl.Sozialarbeiter)
Montag: 12.00 bis 14.00 Uhr

Imo Mackenroth (Dipl. Sozialarbeiter)
Dienstag: 12.00 bis 14.00 Uhr

Peter Adler (Dipl. Sozialarbeiter)
Mittwoch: 12.00 bis 14.00 Uhr

Sabine Becker (Dipl. Sozialarbeiterin)
Donnerstag: 12.00 bis 14.00 Uhr

Katharina Dieckhoff (BA- Sozialarbeiterin)
Freitag: 12.00 bis 14.00 Uhr

ALG II-Beratung nur für Drogenabhängige
Dienstag: 12.00 bis 14.00 Uhr
Imo Mackenroth (Dipl. Sozialarbeiter)