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Fachambulanzen zur Substitution

Mehr als Medikamente: Unterstützung zur Überwindung der Abhängigkeit

Heroinabhängig zu sein – das bedeutet auch: Ständiger Druck, für „Nachschub“ sorgen zu müssen, um die Entzugserscheinungen zu lindern. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, kann es helfen, einen medikamentösen Ersatz für das eigentliche Suchtmittel zur Verfügung zu stellen: Methadon, Polamidon, Suboxone oder Subutex heißen die Präparate, die den Heroinabhängigen den unmittelbaren Sucht- und Beschaffungsdruck nehmen und so die Basis für eine Veränderung ihrer Lebenssituation ermöglichen können. Seit Oktober 1991 ist eine solche Substitutionsbehandlung in Hessen möglich.

Vier Jahre später rief die Drogenhilfe Nordhessen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und dem Sozialamt der Stadt Kassel sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen die Substitutionsfachambulanz „SAM“ und 1997 die zweite, „SAM 2“ ins Leben.

Das Angebot richtet sich an volljährige Menschen aus Kassel, die viele Jahre heroinabhängig sind, zum Teil bereits mehrere stationäre Therapieversuche hinter sich haben. Es sind Klienten, die sich ein suchtmittelfreies Leben noch nicht oder nicht mehr vorstellen können – die aber dennoch bereit sind, ihre Situation zu verändern.

Weil aber Medikamente allein keine Heilmittel gegen die Sucht und ihre Folgen sind, geht es bei SAM und SAM 2 um viel mehr als um Substitution: Wesentliches Element ist eine umfassende psychosoziale Betreuung. Ein Team aus ÄrztInnen und SozialabeiterInnen leistet Krisenintervention, hilft dabei, Alltagsstrukturen zu entwickeln, die unmittelbare Existenz zu sichern – und unterstützt Schritte zur Überwindung der Abhängigkeit.


Substitutionsfachambulanzen SAM und SAM 2
Wilhelmshöher Allee 124 und Schillerstraße 2
Kassel

Ansprechpartner/in:
Thorsten Meyer

Telefon: SAM: (0561) 71 18 13 / SAM 2: (0561) 10 38 78
E-Mail: sam@drogenhilfe.com /sam2@drogenhilfe.com