Qigong –
eine körper- und bewegungstherapeutische Methode
der klassischen chinesischen Medizin
Information für KlientInnen
Ebenso wie Akupunktur gehört auch Qigong zu den traditionellen chinesischen Heilmethoden. Durch langsame, konzentrierte Bewegungen ähnlich wie im Taiji Quan wird der Qifluss in den Leitbahnen reguliert, was im Allgemeinen als angenehm und entspannend erlebt wird.
In der W23 kommt Qigong neben der psychotherapeutischen Einzel- und Gruppenarbeit in der ambulanten Behandlung Drogenabhängiger sowie in der Psychosozialen Begleitung niedrig dosierter Substituierter zur Anwendung.
Wegen der positiven Auswirkungen auf Selbstsicherheit/Selbstwert, Distanzierungsfähigkeit und Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und anderen ist Qigong sehr gut kompatibel mit anderen ressourcenorientierten, nicht-wertenden Therapieverfahren. Es ist ausgesprochen wirksam insbesondere bei der Behandlung von Angst- und posttraumatischen Belastungsstörungen.
Erfahrungsgemäß profitieren auch jene Menschen, die sich auf unbewegte Entspannungsübungen (Autogenes Training, Phantasiereisen etc) nicht einlassen können und Schwierigkeiten, haben das oft stark belastende Karussell der Gedanken anzuhalten.
Auf einer nicht-sprachlichen Ebene fördern diese Übungen, sich mit dem zu beschäftigen, was im Moment ist, innere Aufmerksamkeit zu schulen, achtsam mit den eigenen Impulsen umzugehen, eigene Fehler als Gelegenheit zum Lernen zu begreifen, Herausforderungen anzunehmen und innere Ruhe aufzubauen.
Kurz: Qigong fördert eine freundlichere Haltung sich selbst gegenüber, ein inneres Lächeln und gibt dem/der Übenden Einflussmöglichkeiten auf die eigene emotionale Befindlichkeit. Dies ist für viele Drogenabhängige, die im Laufe ihrer Suchtentwicklung erheblichen körperlichen und seelischen Schaden genommen haben, ausgesprochen wohltuend.
Kontaktaufnahme
Eine fortlaufende Qigong Gruppe existiert seit September 2004, findet einmal wöchentlich (1 ½ Std.) statt und nimmt immer wieder neue TeilnehmerInnen auf.
Voraussetzung ist Drogenfreiheit oder beikonsumfreie, niedrigdosierte Substitution, sowie hinreichend stabile Lebensverhältnisse und Abstand zur Drogenszene.
Kontaktaufnahme läuft über die MitarbeiterInnen der Drogenberatungsstelle. Ein vorangehendes Infogespräch ist immer möglich und erwünscht.
Kursleitung
Heike Schiewe, Dipl. Sozialwirtin, Verhaltenstherapeutin, Kursleiterin Taiji Quan und Qi Gong, Ausbildung in medizinisch-therapeutischem Qigong bei Prof. Dr. Liu Ya Fei