Bewährte Kooperation

Drogenhilfe unterstützt auch Ratsuchende aus dem Kreis Kassel

Pressemitteilung vom 17. 10. 2007

Spritzen tauschen, Wunden verbinden lassen. Mal Duschen – und günstig essen. Ein Schlafplatz, wenn´s im Winter auf der Straße zu kalt ist – und jemand, der hilft, zum Beispiel eine Unterkunft zu finden: All das und noch einiges mehr bietet das Café Nautilus in der Kasseler Innenstadt. Nicht nur Kasseler Bürgerinnen und Bürger nutzen das Angebot, es kommen auch viele Ratsuchende aus dem Landkreis. Mit Blick darauf unterstützt der Kreis Kassel neben den beiden Beratungsstellen der Drogenhilfe Nordhessen e. V. auch Beratungs- und Betreuungsprojekte, die in Kassel angesiedelt sind. Dazu zählen neben dem Café Nautilus auch die Jugend- und Drogenberatung W 23 und das Projekt „Case-Management“, mit dem intensive Hilfen für Menschen mit einer besonders schweren Problematik geleistet werden.

Mit insgesamt 225.000 € jährlich beteiligt sich der Landkreis an den Hilfen, die von der Drogenhilfe Nordhessen e. V. auch für seine Bürgerinnen und Bürger angeboten werden. Sie sind eingebettet in das differenzierte Hilfesystem, das der gemeinnütziger Verein in den vergangenen 25 aufgebaut hat: Beratung, Betreuung, Therapie, Nachsorge, aber auch Prävention für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – in 32 Projekten und an 20 Standorten.

Die Drogenhilfe Nordhessen e. V. beschäftigt rund 200 Mitarbeitende auf 115 Stellen und ist damit ein wichtiger Arbeitgeber in unserer Region geworden. „Insofern trägt der Landkreis Kassel mit seiner finanziellen Unterstützung nicht nur wirkungsvoll dazu bei, dass kompetente Hilfe für Ratsuchende und Betroffene geleistet wird. Sie sichert damit gleichzeitig auch Arbeitsplätze im sozialen Bereich, ein Aspekt, der häufig vergessen oder vernachlässigt wird“, so Pedina.

Die Drogenhilfe Nordhessen e.V. arbeite gerne mit dem Landkreis Kassel zusammen: „Den Landkreis Kassel erleben wir innovativ und zuverlässig zugleich. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch hat für uns ebenso einen hohen Stellenwert wie die breite politische Unterstützung, die wir für unsere Arbeit erfahren“, so Pedina. Insbesondere mit dem Jugend- und Gesundheitsamt gebe es eine seit vielen Jahren bewährte Kooperation beim Aufbau und der Finanzierung von Projekten in der Suchthilfe.