Wie alles angefangen hat ...

Vom „Zwei-Mann-Betrieb“ zum rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählenden gemeinnützigen Unternehmen, so haben wir uns seit der Gründung des Vereins Drogenhilfe Nordhessen e.V. im Jahr 1982 entwickelt.

Dabei hat alles ganz klein angefangen – und genau genommen schon zehn Jahre vor der Vereinsgründung: im Jahr 1972. Die Documenta 5 stand vor der Tür und in Kassel erwartete (und befürchtete) man Heerscharen kunstliebender aber bekiffter junger Menschen. Die sollten, befanden die Stadtväter und –mütter, möglichst unauffällig von der Straße verschwinden – in eine Teestube mit „Sleep-In“ in der Oberen Karlstraße, später am Ständeplatz.

Schnell nahmen auch die hiesigen Jugendlichen die vom Diakonischen Werk Kassel organisierte Teestube an, sie wurde zum Kommunikationszentrum mit integrierter Drogenberatungsstelle. Ein Treffpunkt, um den sich zunächst ehrenamtliche Helfer und Studierende der damaligen Gesamthochschule kümmerten – durchaus engagiert, dennoch fragte sich mancher, ob das denn ein Ort der Hilfe oder eher ein Ort der Verführung sei. So wurden 1974 Heiner König und Horst Pedina, die in Mannheim eine Beratungsstelle für Drogenabhängige aufgebaut hatten, nach Kassel geholt.

Weil eine vernünftige Beratung in der Teestube nicht möglich war, setzten die beiden 1975 die Eröffnung der „Jugend- und Drogenberatung W 23“ in der Wilhelmshöher Allee 23 durch. Der Bedarf war da, die W 23 wuchs und es tauchten immer mehr Ratsuchende mit immer neuen Problemen auf. Um für sie alle individuelle Hilfen schaffen zu können, gründeten Mitarbeiter der W 23 und engagierte Bürger den Verein Drogenhilfe Nordhessen e. V. : Es war die Zeit der „Ausdifferenzierung der Drogenhilfe“, in der etliche „Bundesmodelle“ entstanden – und oft mischten die Nordhessen mit.

Sie möchten mehr wissen? Weitere Informationen zur Geschichte der Drogenhilfe Nordhessen e. V. gibt es in der der Jubiläumsausgabe der wechselwirkung (ww Nr. 5) wechselwirkung