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Bericht vom Gedenktag 2017

Schon 14 verstorbene Drogenabhängige in diesem und mehr als 30 im vergangenen Jahr, das ist die traurige Bilanz allein in der Stadt Kassel. Ihnen und allen anderen verstorbenen Drogenabhängigen war am 21. Juli zum zwanzigsten Mal der bundesweite und mittlerweile internationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige gewidmet.

Auch in Kassel wurde der Gedenktag begangen, veranstaltet vom Nautilus-Verbund der Drogenhilfe Nordhessen, in Kooperation mit der hiesigen Ortsgruppe des bundesweiten Netzwerks "JES" (Junkies, Ehemalige und Substituierte) und der "AIDS-Hilfe Kassel".

Unter dem Credo «Der Drogentoten gedenken, Todesfälle verhindern» hatten sich mehr als 40 Interessierte, Angehörige, Betroffene sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Drogenhilfe zunächst im "Café Nautilus" in der Erzbergerstraße 45 versammelt. Alle Anwesenden hatten, vor den einleitenden Worten von Angela Waldschmidt, der Geschäftsführerin der Drogenhilfe Nordhessen, und nach einer Schweigeminute die Möglichkeit, weiße Luftballons im Gedenken zu beschriften. Diese stiegen dann an der Gedenkplakette für die verstorbenen Drogenabhängigen vor dem "Haus der Drogenhilfe" in der Schillerstraße in den Himmel, wo auch ein Kranz niedergelegt wurde.