Im Eltern-Kind-Haus

Eltern-Kind-Haus

Das Kinderhaus ist ein spezielles Angebot an suchtmittelabhängige oder -gefährdete Mütter und Väter, aber auch für Schwangere bzw. „werdende Eltern“. Mit ihren Kindern unter einem Dach lebend, absolvieren Eltern oder Alleinerziehende ihre Rehabilitation, erhalten Rat und Hilfe in Erziehungsfragen sowie Unterstützung in der Organisation des „ganz normalen Familienalltags“.
Zum gegenseitigen Kennenlernen findet im Vorfeld ein Info-Gespräch in der Einrichtung statt.

Aufnahmevoraussetzung:

Erwachsene und junge Menschen (ab 17 Jahre) werden mit einer gültigen Kostenzusage der Deutschen Rentenversicherung (LVA), der AGSU, der Krankenkasse oder des Jugendamtes (§19 SGB VIII) aufgenommen. Die Unterbringung des Kindes (der Kinder) erfolgt auf Grundlage der Kostenübernahme durch das Jugendamt (§§ 27 ff., § 34 SGB VIII) und des Kostenträgers von Mutter/Vater im Rahmen der Haushaltshilfe.

Aufnahmealter:

Eltern: Erwachsene, Schwangere und junge Menschen ab 17 Jahre;
Kinder zwischen 0 und 12 Jahre

Anzahl der Plätze:

Ca. 4-7 Plätze für Erwachsene/junge Menschen
Ca. 4-7 Plätze für Kinder

Therapiedauer:

Die Dauer der Therapie orientiert sich an den individuellen Bedarfslagen des Patienten.

Therapierahmen:

Im Eltern-Kind-Haus arbeiten wir mit einem dualen Therapieprogramm.
1. Suchttherapie der Eltern
– Einzel- und Gruppentherapie
– Arbeitstherapie
– Krisenintervention, Rückfallbehandlung
– Traumatherapie
– Behandlung von komorbiden Störungen (Essstörung,
Spielsucht, Persönlichkeitsstörung usw.)
– Paar- und Angehörigengespräche
– Indikative Gruppenangebote
– Sporttherapie, Rückenschule und Fitnesstraining
– Besuch der internen Haupt- oder Realschule
– Interne und externe Freizeit- und Sportangebote
– Sozialreferat
– Adaptionsbehandlung
– Förderung der beruflichen Orientierung (Berufspraktika)
– Förderung der sozialen (Wieder-) Eingliederung
– Einleitung von Nachsorgebehandlungen nach individuellen
Bedürfnissen des Patienten

2. Förderung und Stärkung der Elternkompetenz
– Pädagogische Einzel- und Gruppengespräche
– Vermittlung von elternspezifischen Informationen und
Fertigkeiten
– Zusammenarbeit mit der externen Elternschule
– Pädagogische Anleitung der Spielaktivitäten von Eltern und
Kindern
– Kinderbetreuung während der Therapiezeiten der Eltern und
im Alltagsgeschehen (Freizeit, akute Krisen, Berufspraktika
usw.)
– Heilpädagogische Förderung von Kindern mit speziellen
Bedarfslagen (Entwicklungsverzögerung, Behinderung)
– Vermittlung von externen Kindergarten- und Schulplätzen
– Hausaufgabenbetreuung
– Zusammenarbeit mit Kinder- und Fachärzten sowie SPZ
– Vermittlung und Begleitung von externen Fördermaßnahmen,
wie Logopädie, Physiotherapie, Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapie
– Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung, Kontakt zu
Hebammen
– Ernährungsberatung und Anleitung zum kindgerechten
Kochen in der Lehrküche
– Krisenbetreuung von Kindern durch pädagogische Fachkräfte
– Fahrdienste zu externen Arzt-, Schul-, Freizeit- und
Ämterbesuchen
– Begleitung von Hilfeplangesprächen
– Vermittlung von Nachsorgebetreuung

Fachpersonal:

Das Arbeitsteam des Eltern-Kind-Hauses setzt sich zusammen aus: Sozialtherapeut/-in, Heilpädagoge/-in, Erzieher/-innen, Hauswirtschafterin, Arbeitstherapeutin, Studien- und Berufspraktikanten/-innen.